Blättlinge (Gattung Gloeophyllum) führen unter für sie optimalen Bedingungen zu einer intensiven Braunfäule mit hohen Abbauraten und damit zu einer intensiven Schädigung fast ausschließlich von Nadelhölzern. Sie verursachen meist eine typische, sog. Innenfäule, bei der die Hölzer zunächst von innen heraus zerstört werden und der Schaden erst recht spät sichtbar wird. Die Intensität des Holzabbaus variiert je nach Art, ist aber bei günstigen Voraussetzungen sehr groß. Blättlinge tolerieren häufige Feuchteschwankungen und hohe Temperaturen und können, wie z.B. der Balkenblättling, bis zu ca. 11 Jahre in einem Trockenstadium überdauern. Die Arthrosporen (Sporen die innerhalb von Hyphen entstehen) weisen eine hohe Resistenz gegenüber Hitze auf. Mauerwerk wird nicht durchwachsen. In Gebäuden werden nicht selten z.T. bizarr geformte Dunkelfruchtkörper gebildet.

Am häufigsten kommen der Tannen- und der Zaunblättling (Gloeophyllum abietinum und G. sepiarium), seltener der Balkenblättling (G. trabeum) in Gebäuden vor.

 

Fruchtkörper des Tannenblättlings am Türrahmen eines Wintergartens.

Oberflächenmyzel des Balkenblättlings.

Blättlinge