Bei Bläuepilzen handelt es sich nicht um holzzerstörende sondern „nur“ um holzver-färbende Pilze. Die farbliche Veränderung der Holzoberfläche durch den Pilzbefall bezeichnet man als Bläue. An frisch geschnittenem Holz besiedeln Bläuepilze sehr schnell den Splintholzbereich. Hierbei spricht man primärer oder Stammholzbläue. Bei zu feuchter Lagerung von Schnittholz kann ebenfalls ein Befall in Form der sekundären oder Schnittholzbläue stattfinden. Wird die Beschichtung von verbauten Hölzern beschädigt und so eine erhöhte Holzfeuchte ermöglicht, führen Bläuepilze zur sog. Tertiär- oder Anstrichbläue.

Die ca. 50 bis 300 Arten, die zu den Bläuepilzen gerechnet werden, gehören biologisch zu den Ascomyceten (Schlauchpilzen) oder zu den Deuteromyceten (Funghi imperfecti), wobei einige Arten auch den Schimmelpilzen bzw. den Moderfäulepilzen zugerechnet werden.

 

Primäre Bläue an einem frisch geschnittenen Nadelholzstamm.

Befall mit einem Bläuepilz an einem verbauten Brett (tertiäre Bläue).

Ein Befall mit Bläuepilzen an verbautem Holz führt zwar nicht zu einem Holzabbau, da aber die Bildung ihrer Fruchtkörper eine Rissbildung und ein Abheben der Beschichtung von der Holzoberfläche verursacht, können Bläuepilze als Eintrittspforten für holzzerstörende Pilze dienen.

Bläuepilze