In Mitteleuropa gibt es zwei Arten aus der Gruppe der Splintholzkäfer (Gattung Lyctus), die in Gebäuden Schäden an Hölzern verursachen. Dabei handelt es sich beim Linierten Splintholzkäfer (Lyctus linearis) um eine einheimische Art, die einheimische Laubhölzer, wie z.B. Eichensplintholz von Parkettstäben, befällt.

 

Weitaus bedeutender als Holzschädling ist der Braune Splintholzkäfer (Lyctus brunneus), eine ursprünglich in Südostasien beheimatete Art, die mittlerweile aber nahezu weltweit verbreitet ist. Ein Befall wird überwiegend durch importierte, stärkereiche Tropenhölzer (z.B. Limba, Abachi, Okoume´) eingeschleppt oder auf Holzlagern übertragen.

 

Die Gefährlichkeit der Lyctus-Arten liegt darin, dass sie niedrige, in normal beheizten Räumen herrschende Holzfeuchten bis zu ca. 6 % tolerieren und nur ca. 5 bis 18 Monate für die Entwicklung vom Ei zum Vollinsekt benötigen. Ein Befall kann zur vollständigen Zerstörung der Holzteile führen.

 

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Vollinsekt des Braunen Splintholzkäfers.

Fraßgänge des Braunen Splintholzkäfers in einer Leiste aus Limba-Holz.

Splintholzkäfer