Holz im weiteren Sinn ist pflanzliches Gewebe, in das Lignin eingelagert ist. Chemisch besteht Holz aus folgenden Bestandteilen:

Cellulose: ca. 40 % bis 50 %

Hemicellulose: ca. 25 % bis ca. 40 %

Lignin: ca. 20 % bis ca. 30 %

Extraktstoffe: ca. 1 % bis ca. 10 %.

 

Es wird zwischen den erdgeschichtlich älteren Nadelhölzern und den entwicklungsge-schichtlich jüngeren Laubhölzern unterschieden.

 

Nadelhölzer bestehen aus den Zelltypen Tracheiden, Parenchym und Epithelzellen.

Laubhölzer besitzen Gefäße, Längstracheiden, Fasern, Strahlenparenchym und Epithelzellen.

 

Die Verbindungen zwischen den einzelnen Zellen stellen die sog. Tüpfel oder Hoftüpfel her. Über diese Öffnungen findet der Stoffaustausch statt. Die Tüpfel bestehen aus der Tüpfelöffnung oder -mündung, dem Porus, und einer Art Verschlussscheibe, dem Torus. Bei einer Verletzung legt sich der Torus auf den Porus und verschließt so den Tüpfel.

 

Laubbäume begegnen einer Verletzung mit der sog. Verthyllung. Dabei werden die Gefäße durch blasenförmige Auswüchse, den sog. Thyllen, verschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Holz

Unabhängig ob Nadel- oder Laubholz unterscheidet man zwischen Kernholzbäumen, Reifholzbäumen und Splintholzbäumen:

Kernholzbäume bilden einen gefärbten Farbkern durch Einlagerung farbgebener Kernstoffe aus. Diese Kernstoffe verleihen dem Kernholz eine Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilz- und Insektenbefall. Kernholz ist auch in einem lebenden Baum abgestorbenes Material, der Feuchtegehalt ist deutlich niedriger als der von Splintholz. Beispiele für Kernholzbäume sind Kiefer, Lärche, Douglasie, Stiel- und Traubeneiche sowie Robinie.

 

Reifholzbäume bilden keinen gefärbten Kern aus. Ihr Kernholz weist aber einen deutlich geringeren Wassergehalt auf als das Splintholz (lebender Teil des Holzes bei einem Baum). Beispiele für Reifholzbäume sind Fichte, Tanne und Rotbuche.

 

Bei Splintholzbäumen besteht weder hinsichtlich Färbung noch in Bezug auf den Wassergehalt ein Unterschied zwischen Splint- und Kernholz. Birke und Bergahorn sind Beispiele für diesen Holztyp.

Von innen nach außen besteht ein Baumstamm aus folgenden Schichten: Mark, Kern, Splint, Kambium, Bast und Borke. Das nur wenige Zellschichten dicke Kambium stellt die Wachstumszone eines Baums dar. Nach innen werden Splintholzzellen, nach außen Bastzellen gebildet.

 

Durch den jahreszeitlichen Wechsel bilden Bäume in unseren Breiten Jahrringe aus. Diese bestehen aus dem im Frühjahr gebildeten Frühholz und dem im Sommer entstehenden Spätholz. Über das weitlumige Frühholz erfolgt der Wassertransport, während das im Sommer gebildete, englumige Spätholz der Festigkeit dient. Diese klare Trennung in eine Früh- und Spätholzzone ist typisch für Nadelhölzer und die sog. ringporigen Laubhölzer (z.B. Stiel- und Traubeneiche). Dagegen sind bei zerstreutporigen Laubhölzern die weitlumigen Gefäße über die gesamte Jahrringbreite verteilt.

 

Das dunkel gefärbte Kernholz der Walnuss (Juglans regia) hebt sich deutlich vom helleren Splintholz ab.