Bewertung von Schimmelpilzbefällen

Für die Bewertung von Schimmelpilzbefällen in Innenräumen gibt es mehrere Kriterien, die auch in den einschlägigen Regelwerken (z.B. „Schimmelpilz-Leitfaden“ des Umweltbundesamtes, „Schimmelpilze in Innenräumen“ des Landesgesundheits-amtes Baden-Württemberg,) genannt werden:

Größe des Befalls

Alter des Befalls

Tiefe des Befalls.

Nach der TRBA 460 (TRBA = Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe) - Einstufung von Pilzen in Risikogruppen - werden Schimmelpilze in verschiedene Risikogruppen eingeteilt. Aus den Risikogruppen leiten sich die Schutzstufen für den Arbeitsschutz (Gefährdungsbeurteilung und Schutzstufen) bei der Bekämpfung von Pilzbefällen ab. Dabei wird zwischen gezielten und nicht gezielten Tätigkeiten unterschieden. Die Bekämpfung/Beseitigung von Schimmelpilzen in Innenräumen stellen nicht gezielte Tätigkeiten im Sinne der Biostoffverordnung dar.

In die für Pilze höchste Risikogruppe 2 nach TRBA 460 werden die Arten

Aspergillus flavus, Aspergillus fumigatus und Penicillium marneffei

eingeordnet.

Aber auch pathogen besonders potente Arten, wie Stachybotrys chartarum, sind hier zuzuordnen.

Die Untersuchung und Bewertung von Schimmelpilzbefällen dient sowohl der Einschätzung einer Innenraumquelle als auch der Abschätzung einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung.