Voraussetzungen für Schimmelpilzwachstum

Schimmelpilze sind Bestandteile der Natur. Somit sind auch die Sporen bzw. Konidien (von Deuteromyceten) als Vermehrungsformen der Pilze allgegenwärtig in der Außenluft vorhanden. Sie sedimentieren damit bereits während der Neubau-phase von Gebäuden auf Bauteilen.

Aber auch z.B. mit jedem Lüften gelangen Sporen in Gebäude und lagern sich dann auf sämtlichen Oberflächen und Gegenständen ab.

Überall dort, wo geeignete Bedingungen für das Auskeimen und Wachsen der Sporen herrschen, findet dies auch statt.

Folgende Parameter sind für Schimmelpilzwachstum erforderlich:

Schimmelpilze haben sehr geringe Ansprüche an Substrate. Meist reichen schon die organischen Bestandteile des allgegenwärtigen Hausstaubs als Nahrungsgrundlage aus.

Ab einer Oberflächenfeuchte von etwa 70 % können bestimmte, sog. xerophile Schimmelpilzarten bereits auskeimen und wachsen. Ab einer Oberflächen- bzw. Substratfeuchte von 80 % ist Schimmelwachstum sehr wahrscheinlich.

 

In einem Temperaturbereich zwischen ca. 0 oC und ca. 50 bis ca. 60 oC können Schimmelpilze wachsen, wobei das Optimum je nach Art zwischen etwa 35 oC und ca. 50 (55) oC liegt.

Der pH-Wert ist der Grad für den Säuregehalt eines Stoffs und kann zwischen 0 (sehr stark sauer) über 7 (neutral) bis 14 (sehr stark alkalisch) liegen. Schimmelpilze bevorzugen ein leicht saures Milieu im pH-Wert-Bereich zwischen ca. 4,5 und 6,5. Durch die Ausscheidung saurer Stoffwechselprodukte können Schimmelpilze den pH-Wert des Untergrunds (z.B. Putz = alkalisch) zu ihren Gunsten absenken.

Schimmelpilze kommen mit einem Sauerstoffgehalt der Luft von wenigen Prozent aus. Diese Bedingung ist stets gegeben.

 

 

      Intensiver Schimmelpilzbefall auf einem Kürbis